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Schattendorf - NeoSI

Group exhibition curated by Amer Abbas (17 June - 03 July 2011)

Schattendorf - NeoSI

All the time that I told the story of my place - Pablo Chiereghin

ERÖFFNUNG: Freitag, den 17. Juni. 2011 um 19 Uhr
bis 03. Juli
ZWISCHENFINISSAGE: 25. Juni mit Konzerten von Fritz Ostermayer und der BOB-Band

Eingelandene Künstlerinnen und Künstler:
Betsabeh Aghamiri/Gerald Grestenberger, Mahdieh Bayat, Pablo Chiereghin, Elena Cooke, Ramesch Daha, Selma Doborac, Karine Fouchard, Andreas Fogarasi, Aldo Giannotti, Mario Grubisic, Martin Guttmann, Marko Lulic, Lazar Lyutakov, Fernando Mesquita, Panos Mylonas, Josip Novosel, Panos Papadopoulos, Rade Petrasevic, Christian Rosa, Lisa Ruyter, Tamuna Sirbiladze, Kamen Stoyanov, Ekaterina Shapiro-Obermair, Magda Tóthová, Dorota Walentynowicz, u. a.

 

Es ist zwar eine gängige Praxis, jedoch nicht unumstritten , dass sich die KünstlerInnen einem internationalen Kunstdiskurs verpflichtet sehen und sich ohne kritische Auseinandersetzung kaum auf lokale Kunst oder Themen beziehen.

Es werden  Ausstellunkstrategien bzw. künstlerische Positionen verfolgt, die im internationalen Kunstbetrieb als Standarte gelten.Dennoch ist es interessant, bei sog. Zugreisten (nomadisierenden) KünstlerInnen bzw. Migrationkinder eine starke regionale Interaktion um überregionale Kunststrategien zu identifizieren. diese regionale Interaktion ist eine art Fahrplan, um in den internationalen Diskurs einzulaufen bzw. zu bereichen.

Nehmen wir an, dass die in Wien und Österreich lebenden ausländischen KünstlerInnen eine spezifische Vorstufe des internationalen Diskurses bilden, welche erst hier vor Ort kommuniziert  bzw. rezepiert wird. Sind sie die neuen Situationisten? Weil Sie einen Dialog der Verweigerung statt einemMonolog des Angeschauten führen. Garantieren sie einen internationale kommunizierbare künstlerische Praxis? Lösen sie Diskussionen und Problematiken aus, die auch konventionelle Fragen - Praxis der Ästhetik betreffen? Führen Sie gar neue Philosophien ins Land der Berge. All dies macht ihr Agieren interessant in der jetzigen Kunstszene in Wien. Bei Ihnen formieren sich das reale und das utopische als Schneisen in der Gesellschaft des Spektakels, die wir jetzt in Globalen Dimension erleben bzw. erleiden.

Die Situationisten wählten seinerzeit die Kunst als möglichen Ort kritischer Praxis jenseits der universitären Philosophie. Doch in den Schriften, so auch in der Gesellschaft des Spektakels, sind die Bezugspunkte zur damaligen wie auch historischen kritischen Sozialphilosophie offenkundig.

 

 NeoSI

 

NeoSI - 2

 

NeoSI Pablo Chiereghin

 

 

 

 

"Die Geschichte,  die diese dämmernde Welt bedroht, ist auch die Kraft, die der erlebten Zeit  den Raum zu unterwerfen vermag. Die proletarische Revolution ist diese Kritik  der menschlichen Geographie, wodurch die Individuen und die Gemeinschaften die  Landschaften und die Ereignisse konstruieren müssen, die der Aneignung nicht  mehr nur ihrer Arbeit, sondern auch ihrer gesamten Geschichte entsprechen. In  diesem beweglichen Raum des Spiels und der freigewählten Varianten der Spielregeln  kann die Autonomie des Ortes, ohne die Wiedereinführung einer neuen ausschließlichen  Bindung an den Boden, wiedergefunden werden und dadurch die Wirklichkeit der  Reise zurückbringen, sowie die des Lebens, verstanden als Reise, deren Sinn  ganz in sich selber ist" (S. 153). Die Fokussierung auf das Positiv-Utopische  scheint mit den Situationisten wesentlich gedeckt zu werden, wenn auch nicht  ganz transparent wird, weshalb. So ist Kurz' marginaler Bezug auf die Situationisten  als Anwälte einer Kultur der Verweigerung, bei der es einzig bliebe,  weil "eben kein transformatorisches Ziel, kein Programm einer anderen Produktions-  und Lebensweise mehr entwickelt werden kann" (Krisis 18, S. 49), eher eine rhetorisch-spektakuläre  Unterbietung des Spektakels; es ginge vielmehr um eine Verweigerung der Kultur,  nämlich im transformatorisch-transzendierenden Raum, den es erst noch zu entdecken  gilt. Und zwar als historisch schon vorscheinender und latenter. Dazu muß nicht  "das erste Gefecht eines ganz anderen Mai" gegen die historische Erfahrung  der Verweigerung vergangener  Frühlingserwachen des Humanen ausgespielt werden, als ob soziale Emanzipationsziele eine Angelegenheit von Konfektionen seien, die auf dem Laufsteg der Theorie  präsentiert werden und in ihrer Neuartigkeit den Tod der vergangenen Mode ankündigen  sollen. Gerade was den Zielhorizont angeht, so ist es wesentlich um die Aneignung  der Vergangenheit zu tun. Debord über den Ort möglicher Befreiung, These 221:  "Nur dort, wo die Individuen 'unmittelbar mit der Weltgeschichte verknüpft sind';  nur dort, wo sich der Dialog bewaffnet hat, um seinen eigenen Bedingungen zum  Sieg zu verhelfen"

(S. 187; vgl. auch These 1-220, S. 13ff.). Nur dort. Roger Behrens


Shuttlebus:

Abfahrt: Freitag, den 17.06., um 17.30 h  
Treffpunkt: 5., Linke Wienzeile,
U4 Kettenbrückengasse,
Rückfahrt ca. 23:00 h

Kunstverein Schattendorf
Baumgartnerstrasse 2
7022 Schattendorf
www.kunstvereinschattendorf.at <http://www.kunstvereinschattendorf.at>   

Copyright 2009, Pablo Chiereghin. Cite/attribute Resource. michele. (2011, July 11). Schattendorf - NeoSI . Retrieved May 18, 2012, from Pablo Chiereghin Web site: http://www.pablochiereghin.com/pablo-chiereghin-news/schattendorf-neosi. All Rights Reserved.

Pablo Chiereghin


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